Reisen macht glücklich.

Reisen Sie mit uns.

Reiseleiterberichte

Überraschungsfahrt im Goldenen Oktober

Als Gruppe der Volkssolidarität Blumberg ließen wir uns zum ersten Mal auf ein kleines Abenteuer von Becker-Strelitz Reisen ein, bei dem wirklich niemand von uns das Ziel der Reise kannte, Überraschungsfahrt eben. Es blieb spannend für uns alle bis Cottbus, wo als Reisebegleiterin Doreen mit Ihrer Reisegruppe zu uns stieß und uns endlich das Urlaubsziel und somit das Reiseprogramm der nächsten Tage verriet. Bereits auf der Fahrt dorthin machten wir Station in dem niederschlesischen Städtchen Bunzlau, bekannt durch seine Jahrhundertalte Tradition der Töpferkunst. Dort konnten wir uns in einer der Fabriken den Herstellungsprozess dieser berühmten Bunzlauer Keramik anschauen.
Gegen Mittag erreichten wir unseren Urlaubsort Karpacz, wo Robert Leu und Marcel Walther zur Begrüßung auf uns warteten. Karpacz ist einer der beliebtesten Ferienorte auf der polnischen Seite des Riesengebirges und liegt direkt am Fuß des höchsten dortigen Berges, der Schneekoppe (1603,2 ü. d. M).
Die Hotelanlage im Schweizer Stil war wie immer auf unseren Reisen einzigartig, mit dem größten Süßwasser Aquarium Europas, einem riesigen Wasserpark und einem traumhaften Blick auf das wunderschöne Bergpanorama der Sudeten.
Noch nicht zu müde von der Fahrt erkundeten wir vor dem Abendessen noch unseren Urlaubsort und dessen Umgebung.

Am nächsten Tag nach dem Frühstück ging es nach ´Swidnica. Dort besichtigten wir die evangelische Friedenskirche „Zur Heiligen Dreifaltigkeit“, die zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Niederschlesiens und zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Wir besichtigten nicht nur, nein, für uns gab es sogar ein Orgelkonzert.
Von dort ging die Fahrt nach Kowary in den Miniaturen Park der Niederschlesischen Denkmäler. Über dreißig Sehenswürdigkeiten niederschlesischer Architektur können hier in einer ehemaligen Fabrikhalle und dem dazugehörigen Freigelände im Maßstab 1:25 bewundert werden. Die wunderschönen Burgen, Schlösser, Kirchen und Altstädte sind zum größten Teil aus Kunststoff, aber auch aus Kupfer, Stahl oder Sandstein detailgetreu nachgebaut worden.
Das Ende dieses erlebnisreichen Tages rundete ein Galaabend mit Buffet, Musik, Tanz und Tombola ab, durch den uns wieder einmal charmant Robert Leu und Marcel Walther führten.

Am Sonntag ging es wieder Richtung Heimat. Auf diesem Weg gab es noch eine sehr interessante Stadtrundfahrt in Begleitung eines Reiseleiters durch Görlitz. Die Stadt liegt an der Neiße zur polnischen Grenze, bekannt auch durch ihren Beinamen „Stadt der Türme“. Diesen gaben ihr die sogenannten Drei, der Nikolaiturm, der Dicke Turm sowie der Reichenbacher Turm. Görlitz hat eine sehenswerte Altstadt bestehend aus den unterschiedlichsten Baustilrichtungen von Renaissance, Barock über Gotik. Die Altstadtbrücke zur polnischen Seite hinüber, das Rathaus, die St. Peter- und Paulskirche, die Annenkapelle und der am Untermarkt gelegene Schönhof das älteste Renaissance-Bauwerk der Stadt, um nur einige dieser Sehenswürdigkeiten zu nennen. Um uns das Reiseende zu versüßen gab es noch etwas für Leckermäulchen, der Besuch der Confiserie Felicitas in Spremberg, in der wir uns von allerlei Köstlichkeiten verführen lassen konnten.
Auch diese kurze, aber erlebnisreiche wunderbare Reise musste zu Ende gehen. Unser großes Lob und Dankeschön an die Mitarbeiter von Becker-Strelitz Reisen, Doreen, Marcel und Robert Leu, für diese fabelhaften Stunden. Es war rundherum eine gelungene Überraschung!!!

Die Reisevorbereitungen für das nächste Jahr sind bereits in vollem Gange. Interessenten können sich bei Frau Wilkies unter der Telefonnummer 033394 70331 melden.

Eure Hannelore Wilkies

Überraschungsfahrt im Oktober 2018 – Bericht eines Reisebegleiters

Unsere diesjährige Überraschungsfahrt, das war übrigens die 16. ihrer Art, führte uns diesmal in das Zentrum der Niederlausitz nach Cottbus bzw. wegen der begrenzten Hotelkapazitäten in Hotels umliegender Orte. Wie auch schon in den Vorjahren erfreuen sich unsere Überraschungsfahrten größter Beliebtheit, so dass der Bedarf nur in 3 Tranchen zu bewältigen war.
Cottbus selbst mit seinen ca. 101.000 Einwohnern noch Großstadt und zweitgrößte Stadt im Bundesland Brandenburg ist ein Dienstleistungs-, Wissenschafts- und Verwaltungszentrum. Obwohl hier nur kleine sorbische Minderheit wohnt, gilt Cottbus als das politische und kulturelle Zentrum der Sorben - oder wie sich selbst als Wenden bezeichnen – in der Niederlausitz.
Seit 1445 stand Cottbus unter brandenburgischer Herrschaft, ausgenommen nur ein kurzer Zeitraum während der napoleonischen Herrschaft Anfang des 19. Jahrhunderts.
Während im 18. Jahrhundert sich nach der Ansiedlung von französischen Hugenotten mit dem Anbau von Maulbeerbäumen die Seidenspinnerzucht entwickelte, kamen im 19. Jahrhundert Wollgarn-Spinnereien und Webereien hinzu. In Cottbus entwickelten sich erste Großbetriebe der Textilindustrie nach englischem Vorbild. Lange Zeit dominierte die Textilindustrie.
Das Gebiet um Cottbus wurde ab 1957 zum wichtigsten Kohle- und Energielieferanten.
Mit dem Vollzug der deutschen Einheit begann durch die Privatisierung der Wirtschaft ein tiefgreifender Strukturwandel in Stadt und Region. Vattenfall errichtete seinen Hauptsitz für Ostdeutschland hier in Cottbus, hat sich dann selbst strukturell anpassen müssen und ist nur noch mit kleineren Tochtergesellschaften vor Ort tätig. Jetzt steuert die LEAG die Verwaltung von Tagebauen und Kraftwerken in der Region. Zahlreiche veraltete Kraftwerke, Brikettfabriken und Kokereien wurden bereits stillgelegt und Braunkohlebaue geschlossen.
1995 fand in Cottbus eine Bundesgartenschau statt, die erste nach der Wiedervereinigung in den neuen Bundesländern. Zu diesem Zweck wurde der Spreeauenpark geschaffen sowie Parks und Grünanlagen der Stadt saniert und miteinander verbunden.

Cottbus ist Olympiastützpunkt für die Sportarten Radsport, Turnen, Fußball und weiteren Sportarten sowie seit 2013 wird auch ein Paraolympischer Trainingsstützpunkt für Leichtathletik aufgebaut.

Schon auf dem Weg nach Cottbus war ein Zwischenstopp in Lübben, dem Tor zum Spreewald. Lübben selbst ist neben Königs Wusterhausen Verwaltungssitz des Landkreises Dahme – Spreewald, der sich von der Stadtgrenze Berlins bis kurz vor Cottbus erstreckt. Von hier aus erkundeten wir in einer geführten Busrundfahrt die Region, vorbei an Krausnick, auf dessen Gemeindegelände auch das Tropical Islands liegt, durch die Märkische Heide und Spreewaldheide, quer durch den Spreewald über Burg und Vetschau zur Slawenburg Radusch und wieder zurück nach Lübben.

Danach ging es in Lübben in einem typischen Spreewaldkahn des Kahnfahrvereins Flottes Rudel zu einer kleinen Runde über die Fließe der Spree.

Gurken-Paule bot in einem Stand unmittelbar am Kahnhafen die typischen landwirtschaftlichen Erzeugnisse der Region an, vor allem Gurken in allen Variationen, ob salzig, sauer, scharf, senfig, würzig oder gar mit Chili.
Eine zweite Busrundfahrt führte uns durch das Lausitzer Seengebiet. Durch die Flutung stillgelegter Braunkohletagebaue des Lausitzer Braunkohlereviers soll bis 2021 Europas größte künstliche Wasserlandschaft und Deutschlands viertgrößtes Seengebiet entstehen. Ein Teil der Seen ist durch schiffbare Kanäle verbunden. Einige der entstehenden Seen haben ihren Endwasserstand bereits erreicht, andere werden erst in einigen Jahren vollständig geflutet sein. Geplant ist, die Seenlandschaft zu einer überregional bedeutsamen Wasserlandschaft mit sportlich attraktivem Charakter werden zu lassen.
Welche Dimensionen so ein Tagebau einnimmt, davon konnten wir uns in Weltzow-Süd von einem Beobachtungspunkt aus hinein in einen aktiven Tagebau mit seinen riesigen Förderbrücken und Baggern überzeugen.
Die Lausitz gehört zu den Regionen, die vom Kohleausstieg besonders betroffen sind. Der Strukturwandel erfordert Konzeptionen und Förderung. Vor allem die dort lebenden Menschen müssen mitgenommen werden und in diesen Prozess aktiv eingebunden werden.
Wieder in der Stadt angekommen, erkundeten viele individuell die Sehenswürdigkeiten der Stadt wie Spremberger Turm, Altmarkt mit Marktbrunnen, das Wendische Viertel, den Schlosskirchplatz oder die Fußgängerzone in der Spremberger Straße.

Eine weitere Etappe war die gemeinsame Rundfahrt mit der Parkeisenbahn – Anfang der 50-er Jahre als Pioniereisenbahn gebaut – führte uns vorbei am Stadion der Freundschaft, dem Eliaspark, dem Tierpark und Spreeauenpark bis zum Park von Schloss Branitz wieder zurück. Der Branitzer Park gilt als bedeutendste Cottbusser Parkanlage. Herrmann Fürst von Pückler ließ Bäume und Sträucher aus dem Branitzer Park für seinen Park in Bad Muskau entnehmen. Erst als er dieses Anwesen wegen seiner hohen Schulden verkaufen musste, zog er widerwillig nach Branitz zurück. Ab 1846 begann er mit der Gestaltung des Branitzer Parks. Er selbst war Graf einer Freien Standesherrschaft, Generalleutnant, bedeutender Landschaftsarchitekt, Schriftsteller und Weltreisender. Seine Reisen führten ihn bis nach Italien, Nordafrika und vor allem nach England, wo er die englischen Parks und das Leben des Landadels studierte. Letztendlich wollte er nach einer pro forma- Scheidung von seiner Frau durch eine erneute reiche Heirat wieder zu Kapital für seine Park- und Gartenkünste kommen. 1871 wurde er im Tumulus – einer Seepyramide auf einer Insel im Parksee des Branitzer Schlossparks beigesetzt.

Höhepunkt unsere Überraschungsfahrt war natürlich der von allen ersehnte Galaabend mit Musik, Tanz, Buffet, kulturellen Einlagen sowie der Tombola. Sieger des Hauptpreises wurde das Ehepaar Gerhard und Helga Meyer aus Neubrandenburg, die wir diesem Abend auch zu ihrer diamantenen Hochzeit (60 Jahre verheiratet) gratulieren konnten.

Manfred Reimer

Ostern in der Oberlausitz

Ganz tief im Osten unserer Republik, so zwischen Zittauer Gebirge und A12, lebt ein geheimnisvolles Volk. Viel weiß man nicht von ihm, vielleicht, dass es eine „Domowina“ hat, aber das könnte auch ein russischer Geheimdienst sein.
Ostern brechen dann die Interessierten in den Osten auf, um diesem Volk, den Sorben, beim Ausüben der Osterbräuche über die Schulter zu schauen. Ostereier bemalen, zum Beispiel. Aber was heißt hier bemalen? Kunstwerke werden aus diesen Eiern gestaltet. Mit Farben, Wachs, Federkielen. Wer bläst sie nur aus, die ganzen Ostereier. Und bleibt sein Kopf dann auch das restliche Jahr so rot?
Oder die Osterreiter. Am Ostersonntag brechen Sie nach dem Gottesdienst auf Pferden auf, die frohe Botschaft ins Nachbardorf zu bringen. Die aus dem Nachbardorf wiederum machen sich auf, um die Botschaft in deren Heimatort zu bringen. In Bautzen und im Kloster Marienstern beginnen die größten Ausritte.
Als Heimat haben sich die Sorben eine wunderschöne Landschaft ausgesucht. Leicht hügelig, immer wieder unterbrochen von Wasserläufen und Wäldern, steigt sie von Nord nach Süd an, um schließlich im Zittauer Gebirge die höchsten Erhebungen zu erreichen.
Eingebettet sind in dies Landschaft kleine Dörfer, oft mit den typischen Umgebindehäusern und Städte. Egal ob Kamenz, Zittau, Löbau oder Bautzen, sie sind alle besuchenswert und strahlen eine „säggssche Gemietlichkeet“ aus. Höhepunkt der Städte ist aber Görlitz. Wenn eine Stadt die „Altstadtmillion“, eine anonyme Spende, verdient hat, dann Görlitz. Man findet kaum eine Stadt, die einen ähnlichen Bestand an alter Bausubstanz hat und ihn ähnlich tourismuswirksam präsentieren kann. Am Ostermontag fahren dann die Interessierten mit wissendem Blick wieder gen Heimat. Sie haben das seltsame Volk im Osten der Republik beobachtet. Bei seinen Osterbräuchen. Und es war schön.

Hohe und Niedere Tatra- auch zum Wandern

Einst war die Slowakei, damals noch zusammen mit dem heutigen Tschechien, so ziemlich das östlichste, was ein DDR-Bürger ohne Genehmigung erreisen konnte. Nicht mondän und eigentlich auch nicht angesagt, war es doch das Urlaubsziel für viele. Und so wurde, vorzugsweise im Juli oder August, das Zelt und all sein Zubehör in den Trabbi gepackt und ab ging es. Richtung Osten. Tatranska Lomnica, Stary Smokovec und Strbske Pleso hießen die Ziele. Den Urlaub verbrachte man wandernd oder man pflegte die Blasen an den Füßen.
30 Jahre später ist unserer Reiselust keine Grenze mehr gesetzt, doch wenn man zurückdenkt, stellt man sich unwillkürlich die Frage: „Wie mag es dort wohl heute aussehen?“ Dem Camping-Alter ist man entwachsen, also bucht man eine Busreise.
Zunächst: die Hohe Tatra ist noch genau so weit weg wie früher. Die Anreise will kein Ende nehmen. Irgendwann tauchen dann am Horizont doch die hohen Berge auf. Unsere Reise führte uns nach Strbske Pleso, ins Hotel „Patria“.
Was kann man über das Hotel sagen? Es ist groß. Während unseres Aufenthaltes hatten mehrere Busunternehmen hier Station gemacht. Aber es ist individuell. Unsere festen Plätze haben wir über alle Mahlzeiten behalten, beim Frühstück und auch beim Abendessen kam nie Hektik auf, es gab an den Buffets keine langen Wartezeiten und es wurde nie laut.
Die Zimmer waren sauber und gepflegt und man schaute entweder auf den Strbske Pleso, der dem Ort den Namen gab, oder auf die Hohe Tatra mit dem Berg „Patria“, der dem Hotel den Namen gab. Und, und das ist auch wichtig, fast jeder im Hotel sprach zumindest etwas deutsch oder hatte schnell einen Kollegen zur Hand, der deutsch sprach.
Die Ausflugsziele möchte ich nur kurz aufzählen: Stary Smokovec, Hrebeniok, Tatranska Lomnica, Tatra-Museum, Dunajec-Durchbruch, Rotes Kloster, Važecká jaskyňa, Sväty Kriz, Hrad Spis, Levoca und Kezmarok. Allesamt sind sie des Ansehens würdig und zeigen, was die Urlaubsregion ausmacht: Urlaubsorte mit einem ganz eigenem Flair, grandiose Natur und Geschichte.
Man kann nicht genau sagen, was den Reiz der Reise ausgemacht hat. Wahrscheinlich war es, dass alles Gute zusammenkam und auch das Land an sich einen ganz eigenen Charme hat.
Ein häufig gehörter Satz bei der Abreise aus Strbske Pleso war: „Also 2 Tage hätten wir noch dranhängen können!“

Frühlingsfahrt 2018 – auf die griechische Insel Korfu

Korfu- die Perle des Ionischen Meers vor der Nordwestküste Griechenlands umgeben von türkisblauem Wasser, verzauberte seinerzeit bereits Kaiserin Sissi und Kaiser Wilhelm II. Diese immergrüne Insel in seiner griechischen Ursprünglichkeit ist geprägt durch seine zerklüfteten Berge, lange Sandstrände und Olivenwälder soweit das Auge reicht.
Als Gruppe der Volkssolidarität erkundeten wir vom 1. – 8. Mai gemeinsam mit Becker-Strelitz Reisen dieses Stückchen Paradies. Im Laufe des Vormittags ging es zum Flughafen Tegel, wo wir von Robert Leu und Marcel Walther freudig begrüßt wurden. Mit der „Germania“ ging es auf die Insel Korfu. Vom Flughafen fuhren wir mit dem Bus direkt in den Ferienort Dassia, in unsere wunderschöne direkt am Meer gelegene Hotelanlage „Elea Beach Hotel“.
Unsere Reise brachte uns gleich am ersten Tag in die Inselhauptstadt Korfu-Stadt, im griechischen Kerkyra genannt, dessen Altstadt zu den schönsten Städten Griechenlands zählt und 2007 in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wurde. Dort führte uns unsere griechische Reisebegleiterin durch die zauberhaften kleinen Gassen zu Korfus Schutzpatron, dem „heiligen Spiridon“, der in der Orthodoxen Kathedrale St. Spyridon aufgebahrt wird. Von dort ging es mit dem Bus weiter auf die Halbinsel Kanoni, mit dem wunderschönen Blick auf das Klosterinselchen Vlacherna und auf die „Mäuseinsel“ Pontikonissi mit ihrer byzantinischen Kapelle aus dem 12. Jahrhundert.
Am nächsten Tag besichtigten wir den Achilleion Palast bei Gastouri, den die österreichische Kaiserin Elisabeth (Sisi) in den Jahren 1890–1892 erbauen ließ und nach dem griechischen Halbgott Achilles benannte. Die verschiedenen Ebenen des Gartens, die vielfältige Vegetation rund um das Gebäude geschmückt mit unendlich vielen Statuen und Skulpturen, verzauberten uns in eine andere Epoche zurück.
Wieder im Heute zurückgekehrt, ging es am nächsten Tag über den Troupeterpass ins Dorf Agios Athanasiou, wo wir das durch die Herzlichkeit seiner Bewohnerinnen bestechende Kloster „Christus Allmächtiger Heiland“ mit seinen beeindruckenden Wandmalereien besichtigten. Von dort aus ins Dorf Afionas mit seinem fantastischen Blick über den Küstenabschnitt von Sidari. Entlang der Ostküste, vorüber an der „Straße von Korfu“, an der engsten Stelle ist das Meer hier zwischen Korfu und Albanien nur ca. 2.050 Meter breit, ging die Nordenrundfahrt ihrem Ende zu.
Während unseres nächsten Ausfluges konnten wir erleben, wie gegensätzlich diese Insel ist. Im Süden lebt der Korfiote abseits vom Massentourismus in einer noch etwas ursprünglicheren Art, als der Norden. Die Dörfer kleben wie Vogelnester an den Berghängen, überall stehen und duften so herrliche Olivenbäume, Akazien und die Zitrusfrüchte sind zum Greifen nah. Besonders der Zwergorangenbaum (Kumquat) ist für Korfu charakteristisch.
Zu einer Reise ans Mittelmeer gehört auch ein Bootsausflug, bei dem wir die griechischen Sehenswürdigkeiten Korfus noch einmal von der Seeseite bewundern konnten, versüßt mit griechischem Fingerfood, Ouzo und Wein. Dieser Tag endete beschwingt in einem „griechischen Abend“ in der TAVERNA „Barbor Thomas“. Nach der Begrüßung durch den Geschäftsführer von Becker-Strelitz Reisen Robert Leu führte uns Marcel charmant durch das abendliche Programm. Das Abendessen mit landesüblichen Spezialitäten wurde begleitet von musikalischen Tanz- und Gesangsdarbietungen einheimischer Tanzpaare in ihrer traditionellen Tracht. Mitgerissen von der Urlaubsstimmung schwangen noch viele von uns zu einem flotten Sirtaki und griechischer Musik das Tanzbein.
Unser nächstes Highlight war das Weingut Theodokis, geführt von einer der ältesten Familien auf Korfu. Dort erfuhren wir vieles über die moderne, aber auch traditionelle Wein-und Olivenölherstellung und kamen so auch in den Genuss dieses frischen wunderbaren Weins und Olivenöls. Weiter ging es durch das reizvolle alte Fischerdorf Paleokastritsa über eine kurvenreiche Straße zu dem wunderschönen auf einer Halbinsel gelegenen Männerkloster Panagia Theotokou aus dem Jahre 1225 n. Christus.

Auch die schönste Reise geht einmal zu Ende. Wir haben vieles gesehen und erlebt, hatten Zeit zum Bummeln, Lachen, Erholen und natürlich zum Baden im wunderschönen türkisblauen Meer. Eine großes Lob und Dankeschön dem Team von Becker-Strelitz Reisen, die uns diese Reise so angenehm und unterhaltsam gestaltet haben.
Im nächsten Jahr geht unser Frühlingstreffen 2019 zum einen auf die Mittelmeerinsel Mallorca, zum anderen in den Kurort Bad Kissingen.
Interessenten melden sich bitte bei Frau Wilkies unter der Telefonnummer 033394 70331.

Eure Hannelore Wilkies

Frühlingstreffen der Volkssolidarität im Weißen Rössl am Wolfgangssee

Aufmerksam wurden wir durch das Angebot im Treffenkatalog 2018 und dachten, das muss es sein. So starteten wir am 15. April vom Hauptbahnhof Leipzig mit dem Reiseklub der Volkssolidarität in Richtung Süden. Auf der A9 ging es vorbei an Hof, Regensburg, Passau und Schärding über die Grenze nach Österreich und dort durch das schöne Inntal ins Salzburger Land, das durch seine reichhaltigen Salzvorkommen bekannt und reich wurde. Weiter ging es in die Ferienregion am Attersee nach St. Georgen im Attergau. Unsere Unterkunft war das Familienhotel Lohninger-Schober, fernab von Lärm und Stress mit einer guten Aussicht auf die schöne Bergwelt. Gebucht hatten wir mit Halbpension und wurden mit köstlichem und abwechslungsreichem Essen verwöhnt. Das gesamte Umfeld im Haus, der Service und die Freundlichkeit des Personals waren bestens. Auch das Ausflugsangebot war sehr gut gewählt. Im Salzkammergut gibt es 76 kleinere und größere Seen. Der Attersee ist der größte See Österreichs. Die Ausflüge führten uns nach Lochen in eine Käserei mit Museum. Weiter ging es entlang des Mattsees, dem Obertunersee zum Mondsee, wo wir bei einer Schifffahrt bei Kaffee und Kuchen entspannten. Weitere Ausflüge unternahmen wir in die historische Stadt Gmunden am Traunsee, es ist der tiefste See Österreichs, und zum Schloss Orth auf der kleinen Insel, in dem sich heiratswillige das Ja-Wort geben
können. Weiter ging es auf der Großalm-Alpenstraße durch den Naturpark Attersee-Traunsee. Wir besuchten St. Wolfgang am Wolfgangsee, ein Naturparadies mit einer beeindruckenden Bergwelt. Lohnenswert waren die Besuche der Wallfahrtskirche, der Seepromenade und natürlich des „Weißen Rössels“. Am Abend gab es einen Heimatabend mit Schmankerln der österreichischen Küche, Folklore, Musik und Tanz. Abschluss der Reise war der Ausflug nach Salzburg, der Geburtsstadt Mozarts mit seinem reichhaltigen Sehenswürdigkeiten, wie die Altstadt mit Dom und Residenzplatz, der Getreidegasse,
dem Geburtshaus Mozarts und die Festung Hohensalzburg, die zum UNESCOWeltkulturerbe zählt.
All das erlebten wir mit unserem örtlichen Reiseleiter Helmut, einem echten österreichischen Naturburschen, der uns mit viel Liebe und Stolz seine Heimat erläuterte. Unsere Reisegruppe hatte eine Stärke von 45 Freunden. Sie kamen aus Zerbst, Delitzsch, Zwenkau, Markkleeberg und
Leipzig. Der Zusammenhalt war gut, es bestand eine gegenseitige Kameradschaft und Hilfsbereitschaft. Unser Fahrer Maik war auch für jeden Spaß zu haben und für die Wünsche der Reisegäste aufgeschlossen. Auch mit der Bordverpflegung hat es gut geklappt. Ganz gleich ob Kartoffeloder Erbsensuppe, grüne Bohnen oder Würstchen, dazu auch immer ein Dessert – es hat allen gut gemundet. Es waren wunderbare Tage mit unvergesslichen Eindrücken. Nun geht es im August zum nächsten Treffen nach Fintel in der Lüneburger Heide. Wir freuen uns! Im nächsten Jahr treffen wir uns zum Frühlingstreffen
der Volkssolidarität in Bad Kissingen und im Herbst an der ostfriesischen Küste wieder.
Zum Schluss einen großen Dank an die Planer und Organisatoren dieser schönen Treffen. Im Salzkammergut waren bei unserem Durchgang drei gefüllte Busse. Das Motto der Volkssolidarität „Miteinander-Füreinander“ hat sich wieder einmal bewährt.

Helmut Baumgart, Mitgliedergruppe 703

Vier Millionen Olivenbäume

Frühlingstreffen der Volkssolidarität auf der grünsten aller griechischen Inseln Korfu

Ellen und Erwin Markiewicz sind das erste Mal bei einem Frühlingstreffen des Reiseklubs für die Volkssolidarität dabei. Im Mitgliedermagazin der Berliner Volkssolidarität IM FOKUS hatten die beiden Mitglieder einer aktiven Ortsgruppe aus Spindlersfeld in Köpenick von der gelungenen Reise ins andalusische Malaga in 2017 erfahren. Beide lieben das Reisen und so entschlossen sie sich, in diesem Jahr mit dem Reiseklub zum Frühlingstreffen nach Korfu zu fahren. Eine gute Entscheidung wie sich herausstellte und auch Erwin Markiewicz bestätigt. „Hotel gut, Essen prima, alles stimmig.“
Die griechische Insel Korfu im Ionischen Meer soll nicht nur die grünste aller Inseln des sonnenverwöhnten Landes sein, sie ist auch die nördlichste. Und mit den rund vier Millionen Olivenbäume aus venezianischen Zeiten angelegt, die nicht wie gewohnt in geordneten Hainen aufgereiht stehen, sondern regelrechte Wälder ausmachen, besticht die Insel als ein Paradies für Naturliebhaber. Gerade das kam auch bei den Reisenden des Reisklubs an. Die Frühlingstreffen wie auch die Herbsttreffen der Volkssolidarität - heute organisiert von Becker-Strelitz Reisen - haben mittlerweile eine lange und eine ungemein vielseitige Geschichte - nicht nur wegen der zahlreichen Reiseziele in Europa und rings ums Mittelmeer. Das Reisefieber unter unseren Mitgliedern, das gemeinschaftliche Verreisen mit guten Bekannten, ja Freunden, unter dem Dach der Volkssolidarität, das Anfang der 90er Jahre in allen neuen Bundesländern und Berlin ausbrach, wurde in den folgenden mehr als zweieinhalb Jahrzehnten zu einer Erfolgsgeschichte für den Verband. Sind es auch heute nicht mehr Zehntausende, die ein Frühlingstreffen besuchen, so ist der Grundidee geblieben: Man reist unter Freunden, in der Gemeinschaft von ähnlich motivierten Mitmenschen, die sich für ein solidarisches Miteinander begeistern können.
So auch diesmal. Zum Frühlingstreffen auf Korfu im Mai 2018 reisten knapp 700 Reiselustige an. Kurz davor gab es das Frühlingstreffen per Busanreise im Salzkammergut im April mit rund 500 Gästen. Allerorts zufriedene Gäste. Was hat der Familie Markiewicz am besten auf Korfu gefallen: „Der griechische Abend war ganz toll. Die Schiffstour entlang der Küste ebenso wie auch der Besuch im historischen Sissi-Palast.“ Und nächstes Jahr? „Da möchten wir auf jeden Fall zum Frühlingstreffen der Volkssolidarität nach Bad Kissingen.“

Mario Zeidler

Andalusiens Schätze erleben

Frühlingstreffen 2017 der Volkssolidarität an der sonnenverwöhnten Mittelmeerküste von Malaga

Jutta und Klaus Mehlan verreisen häufig und gern. Kein Wunder also, wenn die beiden Mitglieder der Volkssolidarität aus Hohenschönhausen schon seit Jahren sozusagen zu den Stammgästen bei den jährlichen Frühlingstreffen des Verbandes gehören und dabei viele Länder ringsum in Europa kennen gelernt haben. Diesmal ging es ins sonnige Andalusien. „Der Affenfelsen von Gibraltar oder die Tour in die Berge zur weißen Stadt Mijas haben uns sehr gefallen“, schwärmt Jutta Mehlan. Aber eigentlich möchte sie nichts herausheben, denn die Reise war insgesamt gelungen, abwechslungsreich und sehr interessant.
Das traditionelle Frühlingstreffen des Reiseklubs für die Volkssolidarität - von Becker Strelitz Reisen perfekt organisiert - führte im März und April mehrere hundert Reiselustige an die sonnenverwöhnte Mittelmeerküste rings um die beliebte spanische Urlaubsregion bei Malaga nach Andalusien. Die Gäste genossen für jeweils acht Tage spanische Gastfreundschaft, breite Sandstrände und ein gesundes Meeresklima, weitläufige Landschaften und die hohen Berge der Sierra Nevada und erlebten eine Jahrtausende alte Kultur.
Die Idee des gemeinsamen Reisen in vertrauter Runde mit und durch die Volkssolidarität gibt es seit mehr als 25 Jahren. Mit Hilfe des Kooperationspartners Becker-Strelitz Reisen wurde wiederum ein Reiseziel ausgewählt, das vor allem auf die Wünsche der Mitglieder der Volkssolidarität passend zugeschnitten ist. Gutes Hotel, schmackhafte Küche, kurze Wege, perfekt organisierte Ausflüge und Zeit fürs gesellige Miteinander. Und das kommt an bei den Reisenden von Rügen über Berlin bis nach Suhl.
Das diesjährige Reiseziel an der Costa del Sol, der „Sonnenküste“, hatte wirklich eine faszinierende Vielfalt an unterschiedlichsten Eindrücken zu bieten. Ausflüge führten in die Geburtsstadt Pablo Picassos nach Malaga, in die atemberaubend hoch oben auf einem Felsplateau über der Tajo-Schlucht gelegene romantische Stadt Ronda, ins mondäne Marbella, zum weltbekannten Affenfelsen der britischen Halbinsel Gibraltar, ins Bergdorf Mijas sowie nach Granada und den schönsten maurischen Palästen und Weltkulturerbe, die Alhambra. Zum Programm gehörte aber auch der stimmungsvolle andalusische Abend im Hotel mit seinen mitreißenden Flamencotänzern.
Zum nächsten Frühlingstreffen in 2018 geht es ins schöne Griechenland. Ziel ist diesmal die Grünste aller griechischen Inseln – Korfu. Jutta und Klaus Mehlan freuen sich schon auf Griechenland und werden wieder mit von der Partie sein. Diesmal wollen sie stärker die Werbetrommel rühren, um noch weitere Mitglieder und Freunde für das gemeinsame Reisen zu gewinnen.

Mario Zeidler

Reisebericht Normandie – Bretagne – Jersey

Nach einer Zwischenübernachtung in Belgien in einem sehr schönen Hotel im Raum Namur mit toller Verpflegung fuhren wir in die Hauptstadt der Normandie, nach Rouen. Dort sahen wir bei einem Stadtrundgang die Kathedrale und den Platz, auf dem Jeanne d’Arc 1431 auf dem Scheiterhaufen verbannt wurde. Am Abend erreichten wir unser Hotel für die nächsten Tage in Caen. In den ersten Tagen war das Wetter nicht mehr sonnig aber meist freundlich, wenn wir nicht im Bus saßen. Nach einer Fahrt über die gewaltige Seine Brücke „Pont de Normandie“ und einer Runde durch Hafenstadt Le Havre, besichtigen wir die herrliche Alabasterküste bei Etretat mit ihren Felsbögen. Das Palais Benediktine in Fecamp und das Städtchen Honfleur an der Seinemündung rundeten die Ausflüge ab.
Sehenswert in Caen sind die Burg und zwei ehemalige Klöster, in denen sich heute Kommunalverwaltungen befinden. Im Herrenkloster ist übrigens der englische König „Wilhelm der Eroberer“ begraben. – Man kommt in der Normandie jedoch nicht um die Bauwerke des deutschen Atlantikwalls und die Landungsstrände der alliierten Truppen 1944 herum. Beeindruckend und traurig zugleich sind di gewaltigen Friedhöfe für amerikanische und deutsche Soldaten. Sie mahnen zu Frieden und Völkerverständigung.
An der Grenze zur Bretagne beeindruckten der Mont-Saint-Michel, Abteiberg und UNESCO-Weltkulturerbe sowie die Hafenstadt Saint Malo an der Smaragdküste, wo wir unser Hotel für die nächsten Nächte hatten.
Eine landschaftliche Besonderheit im Ärmelkanal war die Garten-Insel Jersey. Sie lernten wir auf einem Tagesausflug kennen. Sie gehört weder zu Großbritannien, noch zur EU, aber zur englischen Krone.
In Lorient gaben die deutschen Truppen erst 2 Tage nach Kriegsende auf. Die gewaltigen U-Bott-Bunker von damals sind heute Museen. Admiral Dönitz kommandierte von dort aus den Atlantikkrieg. – Besonders sehenswert waren die liebliche Landschaft der Bretagne im Landesinneren und die Atlantikküste auf der Halbinsel Quiberon bei der gleichnamigen Stadt.

In Erinnerung bleiben auch unsere Busfahrer Bernd Zimmermann und der Service im Bus durch Elfie Miersch. Reisebegleitung

Joachim Miersch

Abschied ist ein scharfes Schwert!

„Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen!“ Ein alter, aber immer noch zutreffender Spruch. Wenn aber einer 100 Reisen gemacht hat – und seien es auch „nur“ Tagesreisen in die nähere und fernere Heimat – kann er noch mehr erzählen.
So ergeht es mir jetzt nach Beendigung meiner Tätigkeit als Reisebetreuer. Das Ende kam nicht plötzlich, war geplant und ist dem Alter geschuldete. Aber die Verantwortung für 40,50 und mehr Fahrgäste zu tragen, die fast alle meine Altersgefährten, mindestens aber im Rentenalter sind, drückt doch auf die Seele.
Wahrscheinlich wäre ich früher „ausgestiegen“, wenn ich nicht die zuverlässigen, hilfsbereiten, allzeit freundlichen Busfahrer von Becker-Strelitz Reisen an meiner Seite gehabt hätte. Es ist einfach nicht zu beschreiben, wie die z. T. noch jungen Männer einen Draht zu den oft schon recht gebrechlichen Fahrgästen hatten.
Ihre Fürsorglichkeit und ihr Verständnis für alle Lebens- sprich Reiselagen halfen mit erheblich, einen großen und reisefreudigen Stamm von Mitfahrern von Becker-Strelitz Reisen zu binden. Wie oft versicherten mir die unternehmungslustigen Senioren beim Abschied, es sei wieder ein wunderschöner Tag gewesen.
So auch jüngst, als wir in Christiansberg waren, einen Blumenparadies, wie die hängenden Gärten der Semiramis nicht schöner gewesen sein können und die gehörten seinerzeit immerhin zu den 7 Weltwundern. Leider regnete es ausgerechnet bei diesem Besuch heftig. Das war übrigens während unserer Reisen höchst selten der Fall. Und wie reagierten die Reisenden, die unter ihrem Schirm zwischen der Blumenpracht umherspazierten?
„Schietwetter“, ausgerechnet in den Stunden in Christiansberg, aber schön war es doch!“ Damit solche interessanten Reiseziele zustande kamen, war die gewissenhafte Arbeit von Becker-Strelitz Reisen, speziell Frau Erika Brühning nötig, die unsere Verträge aushandelte, auf die vielen Extrawünsche geduldig einging und sie realisierte. Auch dafür ein großes, herzliches Dankeschön. Eine Besonderheit bei den 100 Tagesfahrten, die mir in der Erinnerung das Herz wärmt: das war der fast familiäre Zusammenhalt, das Kümmern umeinander, wenn die Treppen irgendwo unüberwindlich schienen, wenn ein kräftiger Arm gebraucht wurde, weil die Wegstrecke doch weiter als gedacht war. Dass man einander auf viele Dinge aufmerksam machte, die einem unterwegs begegneten, war selbstverständlich. Schon die freudige Begrüßung bei Antritt der Fahrt versprach einen schönen Tag und der herzliche Abschied beim Auseinandergehen am Abend weckte die Vorfreude auf die nächste Reise.
Das alles ist für mich in Zukunft nur noch als Fahrgast zu erleben, also ohne besondere Verantwortung. Ich hoffe, dass ich das noch so richtig genießen lerne.
Überrascht war ich von der Verabschiedung durch Becker-Strelitz Reisen. Nicht nur, dass Reinhard Leu am 16. August 2014 persönlich in aller Herrgottsfrühe von Neustrelitz nach Neubrandenburg kam und mit zu Herzen gehenden Worten ein schönes Abschiedgeschenk überreichen, war für mich eine gelungene Überraschung. Die Überraschungen gingen auf der Fahrt weiter und waren emotional schwer zu verkraften, aber Männer heulen nicht. In einer Fahrpause wurde allen Fahrgästen ein Glas Sekt eingeschenkt. Mit mir staunten 54 Mitreisende und sparten nicht mit Worten der Freude und des Dankes für den Sekt und eine großartige Zeit. Sie gedachten der vielen schönen Reisen und bedauerten in gewisser Weise das Ende einer Ära.
Mir machte die Verabschiedung, für die ich mich bei allen, die daran so einfühlsam beteiligt waren, herzlich bedanken möchte, das Herz leicht und schwer zugleich. „Abschied ist ein scharfes Schwert“ – aber auch der Beginn von etwas Neuem.

Heinz Butzke