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Reiseleiterberichte

Ostern in der Oberlausitz

Ganz tief im Osten unserer Republik, so zwischen Zittauer Gebirge und A12, lebt ein geheimnisvolles Volk. Viel weiß man nicht von ihm, vielleicht, dass es eine „Domowina“ hat, aber das könnte auch ein russischer Geheimdienst sein.
Ostern brechen dann die Interessierten in den Osten auf, um diesem Volk, den Sorben, beim Ausüben der Osterbräuche über die Schulter zu schauen. Ostereier bemalen, zum Beispiel. Aber was heißt hier bemalen? Kunstwerke werden aus diesen Eiern gestaltet. Mit Farben, Wachs, Federkielen. Wer bläst sie nur aus, die ganzen Ostereier. Und bleibt sein Kopf dann auch das restliche Jahr so rot?
Oder die Osterreiter. Am Ostersonntag brechen Sie nach dem Gottesdienst auf Pferden auf, die frohe Botschaft ins Nachbardorf zu bringen. Die aus dem Nachbardorf wiederum machen sich auf, um die Botschaft in deren Heimatort zu bringen. In Bautzen und im Kloster Marienstern beginnen die größten Ausritte.
Als Heimat haben sich die Sorben eine wunderschöne Landschaft ausgesucht. Leicht hügelig, immer wieder unterbrochen von Wasserläufen und Wäldern, steigt sie von Nord nach Süd an, um schließlich im Zittauer Gebirge die höchsten Erhebungen zu erreichen.
Eingebettet sind in dies Landschaft kleine Dörfer, oft mit den typischen Umgebindehäusern und Städte. Egal ob Kamenz, Zittau, Löbau oder Bautzen, sie sind alle besuchenswert und strahlen eine „säggssche Gemietlichkeet“ aus. Höhepunkt der Städte ist aber Görlitz. Wenn eine Stadt die „Altstadtmillion“, eine anonyme Spende, verdient hat, dann Görlitz. Man findet kaum eine Stadt, die einen ähnlichen Bestand an alter Bausubstanz hat und ihn ähnlich tourismuswirksam präsentieren kann. Am Ostermontag fahren dann die Interessierten mit wissendem Blick wieder gen Heimat. Sie haben das seltsame Volk im Osten der Republik beobachtet. Bei seinen Osterbräuchen. Und es war schön.

Hohe und Niedere Tatra- auch zum Wandern

Einst war die Slowakei, damals noch zusammen mit dem heutigen Tschechien, so ziemlich das östlichste, was ein DDR-Bürger ohne Genehmigung erreisen konnte. Nicht mondän und eigentlich auch nicht angesagt, war es doch das Urlaubsziel für viele. Und so wurde, vorzugsweise im Juli oder August, das Zelt und all sein Zubehör in den Trabbi gepackt und ab ging es. Richtung Osten. Tatranska Lomnica, Stary Smokovec und Strbske Pleso hießen die Ziele. Den Urlaub verbrachte man wandernd oder man pflegte die Blasen an den Füßen.
30 Jahre später ist unserer Reiselust keine Grenze mehr gesetzt, doch wenn man zurückdenkt, stellt man sich unwillkürlich die Frage: „Wie mag es dort wohl heute aussehen?“ Dem Camping-Alter ist man entwachsen, also bucht man eine Busreise.
Zunächst: die Hohe Tatra ist noch genau so weit weg wie früher. Die Anreise will kein Ende nehmen. Irgendwann tauchen dann am Horizont doch die hohen Berge auf. Unsere Reise führte uns nach Strbske Pleso, ins Hotel „Patria“.
Was kann man über das Hotel sagen? Es ist groß. Während unseres Aufenthaltes hatten mehrere Busunternehmen hier Station gemacht. Aber es ist individuell. Unsere festen Plätze haben wir über alle Mahlzeiten behalten, beim Frühstück und auch beim Abendessen kam nie Hektik auf, es gab an den Buffets keine langen Wartezeiten und es wurde nie laut.
Die Zimmer waren sauber und gepflegt und man schaute entweder auf den Strbske Pleso, der dem Ort den Namen gab, oder auf die Hohe Tatra mit dem Berg „Patria“, der dem Hotel den Namen gab. Und, und das ist auch wichtig, fast jeder im Hotel sprach zumindest etwas deutsch oder hatte schnell einen Kollegen zur Hand, der deutsch sprach.
Die Ausflugsziele möchte ich nur kurz aufzählen: Stary Smokovec, Hrebeniok, Tatranska Lomnica, Tatra-Museum, Dunajec-Durchbruch, Rotes Kloster, Važecká jasky?a, Sväty Kriz, Hrad Spis, Levoca und Kezmarok. Allesamt sind sie des Ansehens würdig und zeigen, was die Urlaubsregion ausmacht: Urlaubsorte mit einem ganz eigenem Flair, grandiose Natur und Geschichte.
Man kann nicht genau sagen, was den Reiz der Reise ausgemacht hat. Wahrscheinlich war es, dass alles Gute zusammenkam und auch das Land an sich einen ganz eigenen Charme hat.
Ein häufig gehörter Satz bei der Abreise aus Strbske Pleso war: „Also 2 Tage hätten wir noch dranhängen können!“

Vier Millionen Olivenbäume

Frühlingstreffen der Volkssolidarität auf der grünsten aller griechischen Inseln Korfu

Ellen und Erwin Markiewicz sind das erste Mal bei einem Frühlingstreffen des Reiseklubs für die Volkssolidarität dabei. Im Mitgliedermagazin der Berliner Volkssolidarität IM FOKUS hatten die beiden Mitglieder einer aktiven Ortsgruppe aus Spindlersfeld in Köpenick von der gelungenen Reise ins andalusische Malaga in 2017 erfahren. Beide lieben das Reisen und so entschlossen sie sich, in diesem Jahr mit dem Reiseklub zum Frühlingstreffen nach Korfu zu fahren. Eine gute Entscheidung wie sich herausstellte und auch Erwin Markiewicz bestätigt. „Hotel gut, Essen prima, alles stimmig.“
Die griechische Insel Korfu im Ionischen Meer soll nicht nur die grünste aller Inseln des sonnenverwöhnten Landes sein, sie ist auch die nördlichste. Und mit den rund vier Millionen Olivenbäume aus venezianischen Zeiten angelegt, die nicht wie gewohnt in geordneten Hainen aufgereiht stehen, sondern regelrechte Wälder ausmachen, besticht die Insel als ein Paradies für Naturliebhaber. Gerade das kam auch bei den Reisenden des Reisklubs an. Die Frühlingstreffen wie auch die Herbsttreffen der Volkssolidarität - heute organisiert von Becker-Strelitz Reisen - haben mittlerweile eine lange und eine ungemein vielseitige Geschichte - nicht nur wegen der zahlreichen Reiseziele in Europa und rings ums Mittelmeer. Das Reisefieber unter unseren Mitgliedern, das gemeinschaftliche Verreisen mit guten Bekannten, ja Freunden, unter dem Dach der Volkssolidarität, das Anfang der 90er Jahre in allen neuen Bundesländern und Berlin ausbrach, wurde in den folgenden mehr als zweieinhalb Jahrzehnten zu einer Erfolgsgeschichte für den Verband. Sind es auch heute nicht mehr Zehntausende, die ein Frühlingstreffen besuchen, so ist der Grundidee geblieben: Man reist unter Freunden, in der Gemeinschaft von ähnlich motivierten Mitmenschen, die sich für ein solidarisches Miteinander begeistern können.
So auch diesmal. Zum Frühlingstreffen auf Korfu im Mai 2018 reisten knapp 700 Reiselustige an. Kurz davor gab es das Frühlingstreffen per Busanreise im Salzkammergut im April mit rund 500 Gästen. Allerorts zufriedene Gäste. Was hat der Familie Markiewicz am besten auf Korfu gefallen: „Der griechische Abend war ganz toll. Die Schiffstour entlang der Küste ebenso wie auch der Besuch im historischen Sissi-Palast.“ Und nächstes Jahr? „Da möchten wir auf jeden Fall zum Frühlingstreffen der Volkssolidarität nach Bad Kissingen.“

Mario Zeidler

Andalusiens Schätze erleben

Frühlingstreffen 2017 der Volkssolidarität an der sonnenverwöhnten Mittelmeerküste von Malaga

Jutta und Klaus Mehlan verreisen häufig und gern. Kein Wunder also, wenn die beiden Mitglieder der Volkssolidarität aus Hohenschönhausen schon seit Jahren sozusagen zu den Stammgästen bei den jährlichen Frühlingstreffen des Verbandes gehören und dabei viele Länder ringsum in Europa kennen gelernt haben. Diesmal ging es ins sonnige Andalusien. „Der Affenfelsen von Gibraltar oder die Tour in die Berge zur weißen Stadt Mijas haben uns sehr gefallen“, schwärmt Jutta Mehlan. Aber eigentlich möchte sie nichts herausheben, denn die Reise war insgesamt gelungen, abwechslungsreich und sehr interessant.
Das traditionelle Frühlingstreffen des Reiseklubs für die Volkssolidarität - von Becker Strelitz Reisen perfekt organisiert - führte im März und April mehrere hundert Reiselustige an die sonnenverwöhnte Mittelmeerküste rings um die beliebte spanische Urlaubsregion bei Malaga nach Andalusien. Die Gäste genossen für jeweils acht Tage spanische Gastfreundschaft, breite Sandstrände und ein gesundes Meeresklima, weitläufige Landschaften und die hohen Berge der Sierra Nevada und erlebten eine Jahrtausende alte Kultur.
Die Idee des gemeinsamen Reisen in vertrauter Runde mit und durch die Volkssolidarität gibt es seit mehr als 25 Jahren. Mit Hilfe des Kooperationspartners Becker-Strelitz Reisen wurde wiederum ein Reiseziel ausgewählt, das vor allem auf die Wünsche der Mitglieder der Volkssolidarität passend zugeschnitten ist. Gutes Hotel, schmackhafte Küche, kurze Wege, perfekt organisierte Ausflüge und Zeit fürs gesellige Miteinander. Und das kommt an bei den Reisenden von Rügen über Berlin bis nach Suhl.
Das diesjährige Reiseziel an der Costa del Sol, der „Sonnenküste“, hatte wirklich eine faszinierende Vielfalt an unterschiedlichsten Eindrücken zu bieten. Ausflüge führten in die Geburtsstadt Pablo Picassos nach Malaga, in die atemberaubend hoch oben auf einem Felsplateau über der Tajo-Schlucht gelegene romantische Stadt Ronda, ins mondäne Marbella, zum weltbekannten Affenfelsen der britischen Halbinsel Gibraltar, ins Bergdorf Mijas sowie nach Granada und den schönsten maurischen Palästen und Weltkulturerbe, die Alhambra. Zum Programm gehörte aber auch der stimmungsvolle andalusische Abend im Hotel mit seinen mitreißenden Flamencotänzern.
Zum nächsten Frühlingstreffen in 2018 geht es ins schöne Griechenland. Ziel ist diesmal die Grünste aller griechischen Inseln – Korfu. Jutta und Klaus Mehlan freuen sich schon auf Griechenland und werden wieder mit von der Partie sein. Diesmal wollen sie stärker die Werbetrommel rühren, um noch weitere Mitglieder und Freunde für das gemeinsame Reisen zu gewinnen.

Mario Zeidler

Reisebericht Normandie – Bretagne – Jersey

Nach einer Zwischenübernachtung in Belgien in einem sehr schönen Hotel im Raum Namur mit toller Verpflegung fuhren wir in die Hauptstadt der Normandie, nach Rouen. Dort sahen wir bei einem Stadtrundgang die Kathedrale und den Platz, auf dem Jeanne d’Arc 1431 auf dem Scheiterhaufen verbannt wurde. Am Abend erreichten wir unser Hotel für die nächsten Tage in Caen. In den ersten Tagen war das Wetter nicht mehr sonnig aber meist freundlich, wenn wir nicht im Bus saßen. Nach einer Fahrt über die gewaltige Seine Brücke „Pont de Normandie“ und einer Runde durch Hafenstadt Le Havre, besichtigen wir die herrliche Alabasterküste bei Etretat mit ihren Felsbögen. Das Palais Benediktine in Fecamp und das Städtchen Honfleur an der Seinemündung rundeten die Ausflüge ab.
Sehenswert in Caen sind die Burg und zwei ehemalige Klöster, in denen sich heute Kommunalverwaltungen befinden. Im Herrenkloster ist übrigens der englische König „Wilhelm der Eroberer“ begraben. – Man kommt in der Normandie jedoch nicht um die Bauwerke des deutschen Atlantikwalls und die Landungsstrände der alliierten Truppen 1944 herum. Beeindruckend und traurig zugleich sind di gewaltigen Friedhöfe für amerikanische und deutsche Soldaten. Sie mahnen zu Frieden und Völkerverständigung.
An der Grenze zur Bretagne beeindruckten der Mont-Saint-Michel, Abteiberg und UNESCO-Weltkulturerbe sowie die Hafenstadt Saint Malo an der Smaragdküste, wo wir unser Hotel für die nächsten Nächte hatten.
Eine landschaftliche Besonderheit im Ärmelkanal war die Garten-Insel Jersey. Sie lernten wir auf einem Tagesausflug kennen. Sie gehört weder zu Großbritannien, noch zur EU, aber zur englischen Krone.
In Lorient gaben die deutschen Truppen erst 2 Tage nach Kriegsende auf. Die gewaltigen U-Bott-Bunker von damals sind heute Museen. Admiral Dönitz kommandierte von dort aus den Atlantikkrieg. – Besonders sehenswert waren die liebliche Landschaft der Bretagne im Landesinneren und die Atlantikküste auf der Halbinsel Quiberon bei der gleichnamigen Stadt.

In Erinnerung bleiben auch unsere Busfahrer Bernd Zimmermann und der Service im Bus durch Elfie Miersch. Reisebegleitung

Joachim Miersch

Abschied ist ein scharfes Schwert!

„Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen!“ Ein alter, aber immer noch zutreffender Spruch. Wenn aber einer 100 Reisen gemacht hat – und seien es auch „nur“ Tagesreisen in die nähere und fernere Heimat – kann er noch mehr erzählen.
So ergeht es mir jetzt nach Beendigung meiner Tätigkeit als Reisebetreuer. Das Ende kam nicht plötzlich, war geplant und ist dem Alter geschuldete. Aber die Verantwortung für 40,50 und mehr Fahrgäste zu tragen, die fast alle meine Altersgefährten, mindestens aber im Rentenalter sind, drückt doch auf die Seele.
Wahrscheinlich wäre ich früher „ausgestiegen“, wenn ich nicht die zuverlässigen, hilfsbereiten, allzeit freundlichen Busfahrer von Becker-Strelitz Reisen an meiner Seite gehabt hätte. Es ist einfach nicht zu beschreiben, wie die z. T. noch jungen Männer einen Draht zu den oft schon recht gebrechlichen Fahrgästen hatten.
Ihre Fürsorglichkeit und ihr Verständnis für alle Lebens- sprich Reiselagen halfen mit erheblich, einen großen und reisefreudigen Stamm von Mitfahrern von Becker-Strelitz Reisen zu binden. Wie oft versicherten mir die unternehmungslustigen Senioren beim Abschied, es sei wieder ein wunderschöner Tag gewesen.
So auch jüngst, als wir in Christiansberg waren, einen Blumenparadies, wie die hängenden Gärten der Semiramis nicht schöner gewesen sein können und die gehörten seinerzeit immerhin zu den 7 Weltwundern. Leider regnete es ausgerechnet bei diesem Besuch heftig. Das war übrigens während unserer Reisen höchst selten der Fall. Und wie reagierten die Reisenden, die unter ihrem Schirm zwischen der Blumenpracht umherspazierten?
„Schietwetter“, ausgerechnet in den Stunden in Christiansberg, aber schön war es doch!“ Damit solche interessanten Reiseziele zustande kamen, war die gewissenhafte Arbeit von Becker-Strelitz Reisen, speziell Frau Erika Brühning nötig, die unsere Verträge aushandelte, auf die vielen Extrawünsche geduldig einging und sie realisierte. Auch dafür ein großes, herzliches Dankeschön. Eine Besonderheit bei den 100 Tagesfahrten, die mir in der Erinnerung das Herz wärmt: das war der fast familiäre Zusammenhalt, das Kümmern umeinander, wenn die Treppen irgendwo unüberwindlich schienen, wenn ein kräftiger Arm gebraucht wurde, weil die Wegstrecke doch weiter als gedacht war. Dass man einander auf viele Dinge aufmerksam machte, die einem unterwegs begegneten, war selbstverständlich. Schon die freudige Begrüßung bei Antritt der Fahrt versprach einen schönen Tag und der herzliche Abschied beim Auseinandergehen am Abend weckte die Vorfreude auf die nächste Reise.
Das alles ist für mich in Zukunft nur noch als Fahrgast zu erleben, also ohne besondere Verantwortung. Ich hoffe, dass ich das noch so richtig genießen lerne.
Überrascht war ich von der Verabschiedung durch Becker-Strelitz Reisen. Nicht nur, dass Reinhard Leu am 16. August 2014 persönlich in aller Herrgottsfrühe von Neustrelitz nach Neubrandenburg kam und mit zu Herzen gehenden Worten ein schönes Abschiedgeschenk überreichen, war für mich eine gelungene Überraschung. Die Überraschungen gingen auf der Fahrt weiter und waren emotional schwer zu verkraften, aber Männer heulen nicht. In einer Fahrpause wurde allen Fahrgästen ein Glas Sekt eingeschenkt. Mit mir staunten 54 Mitreisende und sparten nicht mit Worten der Freude und des Dankes für den Sekt und eine großartige Zeit. Sie gedachten der vielen schönen Reisen und bedauerten in gewisser Weise das Ende einer Ära.
Mir machte die Verabschiedung, für die ich mich bei allen, die daran so einfühlsam beteiligt waren, herzlich bedanken möchte, das Herz leicht und schwer zugleich. „Abschied ist ein scharfes Schwert“ – aber auch der Beginn von etwas Neuem.

Heinz Butzke